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Aloha Meeronauten*innen,

wenn euch diese Flaschenpost erreicht, segeln wir mit halber Kraft dem Ende eines aufreibenden Jahres entgegen. Normalerweise würden wir jetzt voller Vorfreude von alten und neuen Abenteuern berichten, aber was ist schon normal in diesen verrückten Zeiten? Seit Monaten sind wir auf stürmischer See und fahren auf Sicht. Die Koordinaten haben sich verschoben, niemand kann sagen, was der Morgen bringt. Trotzdem sind wir vorsichtig optimistisch, denn wir glauben an das Gute. Darum schmieden wir schon eifrig Pläne und bereiten uns auf den nächsten Sommer vor. Doch bevor wir davon erzählen, ein paar Worte aus dem Logbuch...

Wie für die meisten war das letzte Dreivierteljahr auch für uns eine der härtesten Herausforderungen in unserer zehnjährigen Geschichte. Von tiefer Sorge und großer Not bis zu tiefster Dankbarkeit und größter Freude sind wir durch ein Meer aus Gefühlen getrieben. Dass wir am Ende das Ruder rumgerissen und unser kleines Refugium gerettet haben, ist allein euch zu verdanken.

Ihr habt die unglaubliche Summe von 35.566 € zusammengebracht und damit die Zukunft des Festivals vorerst gerettet.

Viele von euch haben außerdem ihr Ticket behalten oder gespendet – und unsere finanzielle Not so erheblich geschmälert. Dieser kollektive Zusammenhalt hat uns unglaublich berührt und war für uns das Beste in diesem außergewöhnlichen Jahr.

Euer Rückhalt beflügelt uns immer noch und trägt uns durch den Sturm, der vor uns liegt. Der Winter wird hart und es wird sicher noch eine Weile dauern, bis alles wieder beim Alten ist. Aber bei allem Realismus geben wir die Hoffnung nicht auf und wer weiß: Vielleicht gibt es statt dem alten auch einfach ein neues Normal? Weil niemand in die Zukunft blicken kann, haben wir für das nächste Jahr verschiedene Szenarien geplant.
Je nach Infektionsgeschehen und aktueller Lage ziehen wir dann eine der Optionen aus der Schatzkiste. Momentan gehen wir von einer mittleren Variante aus. Heißt: Reduziertes Programm, angepasste Hygienemaßnahmen, und vor allem weniger Menschen. Rund 1.600 von euch haben ihre Tickets behalten. Dazu kommen rund 100, die ihr Ticket komplett gespendet und damit ein Vorverkaufsrecht auf ein neues haben. Das hieße, wir hätten eine maximal Besucherzahl von 1.700 statt der üblichen 2.900.
Besondere Umstände erfordern natürlich auch ein besonderes Programm. Aber keine Sorge, wir bleiben unserem Anspruch treu und haben schon den Kopf voller Ideen. Details folgen dann, wenn’s soweit ist, aber eins können wir verraten: Es wird auf jeden Fall super! Und weniger ist eben manchmal auch mehr: mehr Local Heroes, mehr Sicherheit, mehr Bewegungsfreiheit, mehr Insel pro Mensch und noch mehr familiäres Feeling. Ein bisschen wie in den guten alten Anfangstagen. Starten würden wir in dieser Variante auch wieder am Donnerstag. Der wäre allerdings diesmal tatsächlich nicht zum Tanzen da, sondern zum sanften Einchecken mit Livemusik und Kulturprogramm. Die große Abfahrt mit DJs startet dann aus Rücksicht auf unsere Anwohner*innen ab Freitag mittag.

Falls sich das Infektionsgeschehen bis dahin noch besser entwickelt als in unserer optimistischen mittleren Prognose, können wir kurz vor Beginn weitere Tickets verkaufen. Sollte das Gegenteil der Fall sein, werden wir die große Sause vertagen müssen. Aber keine Sorge: Eure Festivaltickets wären weiterhin gültig. Ihr könntet sie dann also einfach für das MRF 2022 nutzen. Falls wir tatsächlich nochmal schieben müssen, werden wir 2021 statt der großen mehrere kleinere Veranstaltungen durchführen, um das Überleben für ein weiteres Jahr zu sichern. Hierfür würde es dann allerdings gesonderte Tickets geben.

All das sind natürlich keine verbindlichen Planungen, sondern erstmal nur Ideen und Wunschvorstellungen. Was genau es sein wird, muss im Frühjahr und dann nochmal direkt vorm Festival neu bewertet und entschieden werden. Alles andere wäre fahrlässig und unseriös. Wir sitzen ja alle im gleichen Boot und wissen mittlerweile, dass es in einer Pandemie keine wasserdichten Vorhersagen geben kann.

Wir sind daher vorsichtig mit großen Versprechungen und gehen nicht davon aus, dass 2021 die riesengroße Geburtstagssause nachgeholt wird. Aber einer Sache sind wir uns sicher: Irgendwann wird wieder Land in Sicht sein. Dann werden wir unsere Insel betreten und mit neuen Augen sehen. Hungrig nach Abenteuer und Gemeinschaft, werden wir in den Meeresrausch eintauchen und jeden Beat und jedes Grinsen aufsaugen. Dann erst werden wir merken, wie sehr wir all das vermisst haben. Damit das irgendwann Wirklichkeit wird, müssen wir jetzt alle die Zähne zusammenbeißen und gemeinsam diesen Sturm überstehen. Mit Maske, Abstand und Anstand.

Bleibt gesund und optimistisch. Wir geben unser Bestes und halten euch auf dem Laufenden. Wenn ihr mögt, könnt ihr euch auch jetzt schon als Helfer*innen bewerben – über unsere Website oder per Mail an steffi@meeresrausch.org. Aber auch hier gilt: Alles unter Vorbehalt, finale Zusagen wird es erst unmittelbar vor Festivalbeginn geben.

Die Kru un sin Käpt`n

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www.meeresrausch.org


//////////////// Impressum ////////////////

Meeresrausch UG
Schulstrasse 2
Neubrandenburg 17033
buero@meeresrausch-festival.de
Handelsregistergericht: Neubrandenburg
Handelsregisternummer: 20038
Umsatzsteuer-ID: DE298089383


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